Schnupper-WT Schäufele-Cup

PrüfungenPublished Mai 15, 2011 at 07:07 2 Comments

Um sich dieses Jahr ein wenig dem Einstand in die Workingtestszene zu stellen, ging es am 14. Mai ins Frankenland, um am Schäufele Cup der BZG Franken teilzunehmen. Oberstes Ziel: Pitch soll die Workingtestatmosphäre kennenlernen, in der Wartezone abschalten können und konzentriert durch den Tag kommen. Als kleine Verleitung hatten wir Klein-Hanna mit, die ebenfalls ihren ersten WT im Tragetuch absolvierte (und das sehr tapfer getan hat, dies sei vorab gesagt).

Aufgabe 1 (Barbara Reppermund)
Die Aufgabe fand im Nadelwald statt. Rechts lief ein tiefer Graben, ca. 3m breit, auf dessen anderer Seite tiefes Wurzelwerk von Bäumen zu sehen war. Es ging dort ziemlich steil runter und auch wieder rauf.Der Graben machte in 25m Entfernung einen Knick nach links, so dass man quasi mit Blick auf den Graben gelaufen ist. In ca. 25m Entfernung sah man auf der anderen Grabenseite rechts den Helfer hinter einem Baum stehen. Man sollte mit dem Hund zunächst einen kleinen Walk-Up wahlweise angeleint oder unangeleint laufen, wobei angeleint Punktabzug gab. Auf Richteranweisung fiel dann ein Schuss und es flog eine Markierung auf die andere Grabenseite. Diese landete nicht sichtig hinter einem Baum auf einem kleinen Plateau. Flugbahn war nur teilweise zu sehen.

Wir liefen den Walk-Up ohne Leine. Pitch lief auch schön Fuss, setzte sich auf Schuss automatisch und nach Richterfreigabe schickte ich ihn zum Apport. Die Schwierigkeit der Aufgabe lag im Gelände. Der Hund nahm den Graben nämlich erst richtig war, als er an der Kante ankam und für die Hunde sah die Markierung so aus, als wäre sie an dieser Kante gefallen. Pitch suchte dort auch kurz, sprang dann aber in den Graben, kletterte an der anderen Seite wieder hoch und kam an der falschen Windseite (falls denn überhaupt welcher ging) wieder raus. Er ging noch etwas in die Tiefe, kam dann aber suchenderweise schnell wieder auf Fallhöhe zurück und hatte das Dummy sofort.
Frau Reppermund ging es bei der Aufgabe nicht um ein exaktes Markieren, sondern um die Geländeannahme. Die schien bei uns gut gewesen zu sein, denn wir bekamen 20 Punkte für diese Aufgabe.

Aufgabe 2 (Daniel Reichel)
Man stand auf einem breiten Waldweg. Es sollte ein klassischer Appell gearbeitet werden. Zunächst 10m langsam Fusslaufen, dann raschelte es links im Wald und es gab ein Geräusch. Die Markierung flog bis auf 3m links vorn auf einen zu. Der Hund sollte sitzen bleiben und man selber holte die Markierung. Anschließend ging es weiter bei Fus. Von rechts vorne ca. 20m entfernt kam ein Schuss und das Dummy flog über den Waldweg auf die kniehohe Wiese. Entfernung der Tiefe ca. 25-35m.

Pitch lief nicht super eng am Bein Fuss, blieb aber ohne Probleme bei mir. Die erste Markierung war kein Problem. Er blieb brav sitzen, als es dann weiter bei Fuss ging, schaute er einmal noch nach links und als dann der Schuss von vorne kam, schaute er wieder einmal zum ersten Helfer (nach dem Motto, da kam es eben her), bevor er sich nach vorne orientierte. Aus seiner Sichtweise sicherlich absolut nachvollziehbar. Die Erfahrung hat er noch nicht. Markiert hat er ziemlich gut, was mich erstaunt hat, denn da in der Wiese null Wind ging, mußte der Hund exakt markiert haben, da er sonst keine Chance hatte, Wind zu bekommen (was auch bei einigen Schnupperern der Fall gewesen ist). Auf dem Rückweg verharrte er eine kurze Sekunde an einer alten Fallstelle, weshalb ich nochmal einen Kommpfiff setzen mußte.
Wir bekamen 16 Punkte (2 Punkte Abzug für den Kommpfiff – absolut gerechtfertigt, ich war selber total erstaunt, dass sowas nötig gewesen ist *räusper, 2 Punkte Abzug beim Fusslaufen für das Kopfdrehen nach links. Ok, darüber kann man Streiten…)

Aufgabe 3 (Rainer Kern)
5m Walk-Up entlang des Sees, dann drehte man sich um 90 Grad mit Blickrichtung auf den See. Auf der anderen Seeseite fiel ein Schuss und das Dummy flog sehr nah ans linke Ufer vom See und lag sichtig ca. 1,5-2m von der Uferkante entfernt.

Fusslaufen war so lala, Pitch war etwas weit vorne (ich hätte vorher nochmal kurz mit ihm Fusslaufen sollen und nicht Kind wickeln und direkt zum Start). Er saß auch gut bei der Markierung und dann…ja dann ging er nicht wie erwartet direkt ins Wasser, sondern lief an der Uferkante rasend schnell Richtung Dummy. Dort hatte er dann Probleme mit dem Einstieg, weil der an dieser Stelle schwierig war, meisterte diesen aber und kam schwimmenderweise zurück. Tja, nicht so ganz das, was der Richter sehen wollte. Für meine Begriffe war das Dummy zu nah am Ufer und es einfach logisch, den schnellsten Weg über Land zu nehmen, aber ich will uns da auch nicht raus reden, denn andere Hunde haben das ja auch wie gewünscht über Wasser gelöst. Es blieben uns dementsprechend nur noch 12 Punkte.

Aufgabe 4 (Karsten Lemke)
Man stand auf einem breiten Waldweg mit Blickrichtung in einen Nadelwald, der aber erst nach einer Steilen Kante von ca. 3m begann und der für uns nicht einsehbar war. Im Wald lagen wohl mehrere Dummies. Man selber blieb unten auf dem Weg stehen, während der Richter oben am Waldrand stand und den Hund bei der Arbeit beobachtete. Es fiel zuvor ein Schuss im Wald und der Hund sollte nach Richterfreigabe geschickt werden. Der Schuss hallte dort ziemlich stark, und klang weit entfernt.

Beurteilen kann ich unsere Arbeit hier nicht, denn nachdem ich Pitch in die Suche geschickt habe, konnte man den Hund nicht mehr sehen. Er blieb lediglich gefühlte 30 Minuten weg und Karsten lemke meinte später schmunzelnd, er wäre im Nachbarort gewesen. Er scheint eine tolle Suche hingelegt zu haben und kam rasend schnell mit Dummy aus dem Wald wieder raus. Die Suche wurde mit 20 Punkten belohnt und mit dem Tipp, bei Suchen die Dummies im vorderen Bereich auszulegen, denn Tiefe sei bei ihm kein Problem.

Aufgabe 5 (Uwe Helber)
2-er Walk-Up auf einer Knöchelhohen Wiese. Klassischer Walk-Up mit jeweils einer Markierung für jedes Gespann, die ca. 20m entfernt auf die Wiese fiel. Der Hund mußte gut markieren, aber immerhin ging auf der Wiese etwas Wind.

Pitch ist gut Fuss gelaufen, wobei ich schon gemerkt habe, dass so langsam den Konzentration nachläßt. Wir waren als zweites Gespann dran, was aber kein Problem war, denn er blieb wunderschön ruhig sitzen und schaute mich nach Freigabe des anderen Hundes nur einmal kurz an (Mama, ich bleib sitzen, oder?). Die Markierung für uns hatte er auf den Punkt. Wieder 20 Punkte!

Fazit: Pitch hat wunderbar entspannt den WT überstanden und damit ist mein oberstes Ziel für diesen Tag erreicht. Gegen Ende war er doch arg kaputt, da fiel ihm das Abspannen etwas schwer, zumal ich zwischendrin auch immer wieder aufstehen und rumlaufen mußte wegen Hanna, aber am Ende machte er sogar die Augen zu. Dass seine Leistung dann noch mit dem 3. Platz in der Schnupperer belohnt wurde, kam für mich völlig unerwartet, zumal viele gute, junge Hunde am Start waren. Umso mehr habe ich mich übers Wasserdummy gefreut. Und Wasser müssen wir ja auch noch üben *schmunzel

Fotoimpressionen (vielen Dank an Florian und Karin mit Halbbruder Ryan – Bonnibrook’s Califer Ryan www.retriever-ryan.de)

2 Comments to “Schnupper-WT Schäufele-Cup”
  1. Karola sagt:

    Halli hallo,
    Gratulation zum 3. Platz beim Schäufele Cup. Für uns absoluten Neu-Schnupperer war´s ein lehrreicher Tag und sind mit unseren 45 Pünktchen auch zufrieden ( für`s erste Mal )

    Super,dass du die Aufgaben so ausführlich aufgeschrieben hast, da kann ich unsere Probleme bei den Aufgaben nochmals gedanklich und praktisch nacharbeiten.

    Ich wünsche dir mit deinen 2 süßen Mädels weiterhin viel Freude und viel Erfolg mit den Hunden, vielleicht trifft man sich mal wieder bei einem WT.

    Liebe Grüße Karola S 14 mit Flat Naima

    • Nele sagt:

      Hallo Karola, ich fand es einen tollen Tag und besonders nett war, dass sich die Richter wirklich viel Zeit genommen haben, den absoluten Newbies die Aufgaben zu erklären. DAS ist für mich der eigentliche Sinn eines Schnuppis. Ich hoffe, du warst zufrieden mit euch?! Hast du die YST gemeldet? Hattest du doch vor, oder?

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