Young Star Trophy 2011

PrüfungenPublished Juli 3, 2011 at 19:04 2 Comments

Ein letztes Mal schnuppern hieß es für Pitch am 2. Juli 2011. Hierfür bot die Young Star Trophy der BZG Schwaben einen tollen Rahmen. In wunderschönem Gelände (der Nadelwald mutete wie ein verwunschener Märchenwald an), arbeiteten wir unter den Richtern Martin Kuse und Eva Berg vier schnuppergerechte Aufgaben:

Aufgabe 1, Eva Berg. Einzelmarkierung und Memory
Man steht steht im Wald. Der Hundeführer legt mit Geräusch ein Dummy etwa 30m in gerader Linie nach vorne in den Jungholzwald. Eine gerade Linie war etwas schwierig einzuhalten, da die Nadelbäume recht eng standen. Mit einem Geräusch legt der Hundeführer selber das Dummy aus und kehrt anschließend zum Hund zurück. Nach Rückkehr zum Hund, dreht sich das Gespann um 180 Grad. Das hat bei uns etwas zu lange gedauert. Eine Markierung wird mit Schuss auf das Gespann zugeworfen. Die Entfernung beträgt in etwa 60m und das Gelände besteht aus viel Totholz, Baumstämmen und Wellen. Dann wird auf diese Markierung zugewalkt, auf Freigabe gearbeitet. Pitchs Fussarbeit hat mich an der Stelle sehr gefreut. Die Markierung hatte er nicht auf den Punkt, hat sich aber gut rangesucht und kam dabei auch nicht weit von der Linie ab, zudem hatte er Gegenwind, weshalb das Revieren meines Erachtens auch okay gewesen ist. Nach der Aufnahme nahm er dann die blaue Ikeatüte des Helfers wahr und wollte ansetzen, sich diese doch einmal anzuschauen, weswegen ich doch einen Kommpfiff setzen mußte. Tja, mit 15 Monaten nimmt man wohl urplötzlich andere Dinge während der Arbeit wahr…Ablenkungen wie diese sollte ich wohl mal ins Training integrieren. Nach der Abgabe erfolgte Fussarbeit zum alten Standpunkt. Es fällt ein Schuss am vorher ausgelegten Dummy, dann darf auch dieses gearbeitet werden. Hier saß der Helfer sehr nah am ausgelegten Dummy, so dass Pitchs etwas abgelenkt war in der Linie, er korrigierte sich dann aber selbst und hatte sofort Wind vom Dummy.

Aufgabe 2, Martin Kuse. Einzelmarkierung und kleine Suche.
Das Gespann steht im Märchenwald auf einem Grasweg. Auf zwei Uhr fällt eine Markierung in ca. 25m Entfernung hinter eine Bodenwelle. Der Untergrund ist nicht ganz einfach durch moosigen mit Brombeeren durchsetzten Boden, aber Pitch arbeitet dadurch sehr sauber und geradlinig und hat die Markierung auf den Punkt. Nach Abgabe des Dummys wird etwa 20m auf dem Waldweg auf die Helfer zugewalkt. Es fällt ein Schuss und der Hund wird auf 10 Uhr in eine kleine Suche geschickt. Es liegen 2 Dummys, eines soll geholt werden. Die Anweisung war, den Hund in Richtung Schuss zu schicken, was Pitch super angenommen hatte. Von dort aus suchte er dann sehr systematisch das Gebiet ab, hing ab und an an alten Fallstellen und wollte dann doch einmal beweisen, dass er mit 15 Monaten sehr erwachsen ist. Den Spaß habe ich ihm allerdings verboten, ihn rangepfiffen, abgestoppt und links zurück in die Suche geschickt. Er fand dann zügig, Kommpfiff meinerseits war völlig überflüssig, aber lieber einmal zuviel, als einen weiteren Ikeatütenskandal riskieren.

Aufgabe 3, Eva Berg. Einzelmarkierung.
Startpunkt war auf einer abgemähten Wiese. Die Markierung fällt mit Schuss in etwa 50 Meter Entfernung in dichteren Bewuchs aus Gras, Himbeeren, Farn und einigen kleinen Tannen. Der Helfer steht in diesem Gelände. Der Übergang ist eine stark bewachsene Geländestufe mit kleinem Wasserlauf. Pitch hat diese Markierung punktgenau gearbeitet, worüber ich mich sehr gefreut habe, da er im Markieren noch einiges an Übung benötigt. Nicht ganz so schön war die Abgabe: er ließ sich durch Stewart und Richterin etwas ablenken und lief einen leichten Bogen beim Einparken. Eine Baustelle, die ich als erledigt betrachtet hatte, an der wir wohl aber gelegentlich noch arbeiten sollten. Gut, dass uns das dieser Schnupperworkingtest nochmals gezeigt hat.

Aufgabe 4, Martin Kuse. Memory
Wir stehen im Wald vor einer Senke mit Gegenhang und einem darin querliegendem Baumstamm. Der Helfer steht ebenfalls im Gegenhang und wirft dort mit Schuss eine Einzelmarkierung vor den Baumstamm in etwa 20m Entfernung. Unser Mark landet vor dem querliegenden Baumstamm, aber hinter einer Fichte. Ich lasse Pitch in Ruhe markieren, dann drehen wir uns um 180 Grad und walken etwa 10m hangaufwärts zurück, dann wird ohne weitere Freigabe auf das Dummy geschickt. Unsere Abschlussaufgabe ließ keine Wünsche offen: Fussarbeit aus meiner Sicht tadellos, gerades Lining, sofortige Aufnahme und direkter Rückweg. Für uns ein wunderschöner Tagesabschluss.

Bei der Urkundenvergabe konnten wir eines von sieben verteilten ‚vorzüglich‘ mit nach Hause nehmen. Viel wichtiger waren jedoch die Tipps der Richter für das weitere Training. Wir wissen, was wir zu tun haben! Es war ein superschöner und entspannter Workingtest und ich kann nur jedem jungen Gespann diesen WT ans Herz legen. Unter Wettkampfbedingungen seinen Trainingsstand abzufragen und den Hund der Atmosphäre auszusetzen – einfach eine gute Mischung. Danke an der Stelle auch an Veronika Buckel für das schöne Foto aus unserer Mittagspause.

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2 Comments to “Young Star Trophy 2011”
  1. Karola sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zum „vorzüglich“ !

    Ich find es immer toll, dass du die Aufgaben so ausführlich hinterlegst, so weiß ich nun was wir verpasst haben und voran wir noch sehr viel üben müssen.
    Naima war läufig und somit kein Start.

    Euch beiden weiterhin viel Erfolg, ich werde es auf deiner tollen Seite auch in Zukunft nachlesen. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder?

    Liebe Grüße Karola mit Naima

    • Nele sagt:

      Hallo Karola, vielen Dank. Ich freue mich, wenn jemand was mit den Berichten anfangen kann. Ich selber schaue sie mir oft an, um wieder Ansätze fürs Training zu haben. Man vergisst oft viel zu schnell, was man gemacht hat und wo es gehakt hat. Geht mir zumindest immer so. Momentan bin ich aber ein wenig faul bei dem Wetter. Meine Jungs müssen sich derzeit mit Spaziergängen und Wasserplanschen zufrieden geben und scheinen es aber trotzdem zu genießen 🙂

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