Saisonabschluss

PrüfungenPublished Dezember 9, 2011 at 20:56 No Comments

Der interne Weihnachtsworkingtest in Lauda-Königshofen bot dieses Jahr den passenden Rahmen, um am Ende der Saison den eigenen status quo abzufragen und zu sehen, worauf wir in den dunklen Wintermonaten verstärkt unsere Trainingsschwerpunkte legen sollten. Mit uns starteten auch zum ersten Mal Schwester Shayenne und es war schön, beide Hunde entspannt in der Wartezeit und voll konzentriert bei den Aufgaben zu sehen. Das Wetter spielte leider nicht ganz so mit: Orkanböen, abwechselnd mit starken Regenschauern, aber bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.

Aufgabe 1 – Einzel-Walkup mit Markierung (Sandra Hellmig)

Wir stehen im Wald und laufen langsam eine kleine Waldschneise leicht bergab. Nach 5m Walkup, fällt eine Markierung mit Schuss in einen in ca. 25m entfernt liegenden Baum, der quer über der Schneise liegt. Weiter geht es mit Heelwork für weitere 5m und anschließend darf nach Freigabe geschickt werden. Fussarbeit war auf den ersten 5m tadellos. Die weiteren 5m klebte Pitch zwar nach wie vor am Bein, allerdings nicht mehr 100%ig Schulthöhe auf Kniehöhe. Gut, ist jetzt was für Pedanten (wie mich), aber das schreibe ich mir nochmal auf meine Arbeitsliste. Er kann das auch anders. Die Sache mit dem Ableinen sollten wir auch nochmal üben. Sieht ja nicht so schön aus. Die Markierung hat er auf den Punkt. Schöne Leistung. 20 Punkte

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Aufgabe 2: Markierung mit Geländeübergang und Memory (Kurt Becker)

Auf einer Obstwiese positionieren wir uns mit Blick in Richtung Wald. Dort befindet sich in etwa 20m Entfernung ein kleiner Eingang, der mit zwei Stäben inkl. Flatterband markiert ist, dahinter erahnt man in etwa 10m Tiefe einen Helfer. Es fliegt zunächst mit einem Geräusch eine Markierung im Wald, die nach Freigabe zu arbeiten ist. Anschließend wird an gleicher Stelle nicht sichtig für den Hund ein Memory ausgelegt, was nach der Dummyabgabe zu arbeiten ist. Das Mark holt Pitch auf den Punkt, er kommt allerdings nicht an exakt der gleichen Stelle aus dem Wald, an der er rein gelaufen ist. Da ihm die Sicht auf mich durch Bienenkörbe aus der Obstwiese nun verstellt ist, verliert er kurzfristig die Orientierung und ich muss pfeifen, als er links neben den Bienenkörben hinter mir raus kommt. Dieser kleine Schwenker sorgt dann leider dafür, dass das für ihn nun der Weg zurück zu sein scheint und das memory will er mir auf dem gleichen Weg bringe, so dass ich ihm als Hilfestellung beim Rückweg vom Memory vor den Bienenkörben direkt den Kommpfiff gebe. 19- Punkte

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Aufgabe 3: Steadyness mit Markierung (Sandra Hellmig)

Wir stehen auf einem Weg mit Blickrichtung auf einen Acker. Zunächst fliegt uns eine Markierung fast vor die Füsse. Diese ist vom Hundeführer selbst zu holen. Befindet man sich auf dem Rückweg, wird für den Hund eine weitere Markierung in ca. 35m Tiefe geworfen. Ich gehe auf Nummer sicher und gebe Pitch nochmal ein ‚Sitz‘ bevor ich das erste Mark einsammle. Auf dem Rückweg achte ich darauf, ihm den Blick nicht auf die zweite Markierung zu versperren. Er markiert und bleibt absolut cool. Ich schicke ihn nach Freigabe, das Mark hat er erneut auf den Punkt und dann…ja ein typischer Pitch-Kasper…er sieht nach der Dummyaufnahme einen großen, hellen Stein neben dem Dummy und schaut noch einmal kurz. Ich pfeife und er riskiert auf dem Weg noch einen kleinen Blick Richtung weiße Helfertasche. Da ist es wieder: unser Ikeatütensyndrom. Na ja, wird sich vermutlich auch irgendwann verlieren, wenn er mehr Erfahrung hat. 18 Punkte

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Aufgabe 4: Markierung und Memory (Kurt Becker)

Wir befinden uns an der gleichen Stelle wie bei Aufgabe 2. Zunächst arbeiten wir eine Markierung hangabwärts. Anschließend dreht man sich um ca. 90 Grad und schickt den Hund auf die aus Aufgabe 2 bekannte Fallstelle im Wald. Markierung wieder auf den Punkt (was für eine Freude, nachdem genau dies ja eine Baustelle von uns gewesen ist), beim Blind habe ich Schwierigkeiten, ihn exakt auf den Waldeingang auszurichten, da er sich auf Kurt fixiert, der in etwa 2m links neben dem Waldeingang steht. Er rastet dann aber doch ein und läuft in gerader Linie aufs Blind. 19+ Punkte

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Nach den A-Aufgaben dürfen wir noch spontan die F-Aufgaben mitmachen mit der Bitte meinerseits ggf. abzubrechen oder dem Hund zu helfen sollte es zu schwierig sein, aber meine Sorge ist unbegründet. Pitch absolviert die vier F-Aufgaben zu meiner Zufriedenheit und gemäß unseres derzeitigen Trainingsstands. Besonders gefreut habe ich mich auch hier über seine Markierfähigkeit. Hier gab es nichts auszusetzen und auch seine Konzentration reicht aus, um die Aufgaben zu lösen. Gerade hatte ich mich umgezogen und war bereits im ‚Ich hab Hunger und Durst Modus‘, werden wir nochmal aufgerufen. Stechen! Ups. Damit hatte ich nicht gerechnet, also den bereits schlafenden Pitch wieder geweckt und auf zur letzten Aufgabe des Tages, bei dem mir doch etwas die Muffen gingen. Eine ewig weite Markierung übers Feld an den Rand eines Knicks. Die Flugbahn konnte man nur schwer und sehr kurz erkennen, und man sah dann nur noch bruchstückhaft das Aufkommen des Dummies. Na toll, das würde vermutlich unsere Grenze sein, dachte ich noch so. Unsere Partner im Stechen hatten etwas Schwierigkeiten, was nicht gerade zu meiner Beruhigung beitrug, da ich wußte, dass dieser Hund ansonsten ein sehr guter Markierer ist. Aber ich wurde eines Besseren belehrt Mein kleiner Pitch arbeitete das Mark auf den Punkt. Innerlich habe ich einen Freudentanz aufgeführt und für uns war das ein toller Tagesabschluss und sicherlich die letzte Bestätigung für Pitch, dass er nicht nur mir, sondern auch sich selbst vertrauen kann. Belohnt wurden wir insgesamt mit einem dritten Platz und 76/80 Punkten.  Auch Schwester Shayenne und Marion können auf zufriedenstellende 67/80 Punkten blicken. Die südliche Cool Marker’s E-Fraktion hat ihre Trainingsziele für 2011 damit erreicht. Es war ein schöner Saisonabschluss und über den Winter werden wir nochmal einige Kleinigkeiten auffrischen.

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