Eine Bootsfahrt, die ist lustig!

Training & SeminarePublished Juli 12, 2012 at 09:27 No Comments

Schon im Winter hatte ich für Pitch und mich einen Seminarplatz beim Wasserseminar mit Uwe Köstler reserviert. Die Fotos vom Gelände wirkten vielversprechend und da wir regelmäßig zu Gast in Uwes Trainings sind, waren anspruchsvolle Aufgaben und viel Spaß im Vorfeld garantiert. Das Wetter am ersten Juli-Wochenende war ideal: angenehme Temperaturen um die 25 Grad und viel Sonne. Da es viel Wasser von unten gab, absolut auszuhalten, die anderen Seminarteilnehmer waren sehr nett, jeder mit seinem ‚Päckchen an Baustellen‘ im Gepäck. Es durfte los gehen.

Wir starteten mit ‚einfachen‘ Wassermarkierungen aus der 7-er Line. Innerlich darauf eingestellt, mich ggf. aus der Line zurück zu ziehen, wurde ich mal wieder von meinem Kleinen überrascht, der ziemlich cool neben mir saß. Als besondere Verleitung hatten wir nämlich zusätzlich zwei läufige Hündinnen mit dabei, wovon eine sich in der Standhitze befand. Aber Arbeit ist wohl Arbeit und Schnaps ist Schnaps. Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, die Apporte aus der Line. Gefragt waren vor allem Steadyness und das Schwimmen von langen Distanzen. Letzteres war bisher nicht sonderlich unser Steckenpferd, aber im Laufe des Tages wuchs Pitch über sich hinaus und wurde zunehmend sicherer bei der Überwindung ellenlanger Schwimmdistanzen. Wir absolvierten verschiedene Retrieves mit großen Distanzen, ebenso Einweisen über lange Strecken und immer wieder kleine Sondersteadyness-Einlagen in Form von Dummys, die einem aus heiterem Himmel vor die Füsse geworfen wurden. Unsere Hunde legten einiges an Schwimmmeilen zurück. Wir Hundeführer waren ebenso wie unsere Hunde  ständig in Sachen Konzentration gefragt.

Der Fahrtenschwimmer machte sich am zweiten Tag auch gleich bemerkbar, denn am Sonntag ging es direkt mit einem Singlemark in gut 120m Entfernung los, welches Pitch anstandslos sicher arbeitete. Unglaublich! Aber das sollte nur die Einstimmung werden, für das was kommen sollte. Im Anschluss hieß es nämlich: ab aufs Boot. Oh weh, Pitch gehört nicht zu den Hunden, die jeden Wassereinstieg ohne zu zögern nehmen und ich befürchtete für mein Sensibelchen in Sachen Bootstour das Schlimmste. Ich sollte mich erneut getäuscht haben, denn als wir an die Reihe kamen, stieg Pitch zunächst mit allergrößter Selbstverständlichkeit an Bord und setzte sich auf die Planke neben mich. Er thronte sphinxartig auf dem Boot und wartete ruhig und aufmerksam auf die Dinge, die da kommen sollten. Innerlich stellte ich mich dennoch auf eine kleine Erinnerung für den Apport ein (man weiß ja nie…), aber nachdem die Freigabe für die Aufwärmmarkierung fiel, sprang er ohne zu Zögern von Bord. Ich war baff! Die nächsten Bootstouren hielten für uns Steadynessübungen bereit. Sehr nett war hier ein Dummy, welches ca. 10m vor uns mit lautem PLATSCH in den See fiel und dann von einem Hund von Land aus gearbeitet wurde, während das Boot laaaaangsam Richtung Dummy trieb und von der anderen Seite ebenfalls gefühlte Ewigkeiten der schwimmende Hund auf uns zu kam. Pitchs Hals wurde zugegebenerweise doch etwas länger, aber er war artig. Interessant war auch eine Doppelmarkerierung, bei der der Hund zwischen den Apporten nicht wieder auf das Boot gehievt wurde, sondern nach der Abgabe im Wasser auf die zweite Markierung ausgerichtet wurde. Abschließend wurden noch Retrieves ins Schilff gearbeitet. Unsere Hunde legten an diesem Wochenende einige Seemeilen zurück und der ein oder andere wuchs über sich hinaus. Es war ein schönes, angenehmes Seminar mit einer netten Truppe und einem traumhaften Gelände. Großer Dank an Uwe für die abwechslungsreichen Aufgaben, Tim für’s Paddeln und an Familie Oswald für das zur Verfügung Stellen des Geländes.

Impressionen vom Seminar (Danke an Birgit Helfrich für die Fotos)

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